Donnerstag, 28. Februar 2008

Schaltjahr

Morgen haben wir den 29. 02, wie alle 4 Jahre. Aber wieso gibt es den 29. alle 4 Jahre überhaupt?
Schaltjahr, Schaltmonat und Schalttag sind Zeiträume, die in der Kalenderrechnung in den Ablauf des normalen Kalenders eingeschaltet werden, um den auf ganzzahliger Basis aufgebauten Kalender mit den unrunden exakten Werten der zugrundeliegenden astronomischen Größen in Einklang zu bringen. Diesen Vorgang nennt man die Interkalation des Kalendersystems oder Einschaltung.
Heute, im Zeitalter der Atomzeitmessung, muss gelegentlich eine Schaltsekunde eingefügt werden, um die Zeit der mittleren Sonnenzeit anzugleichen.

Von Papst Gregor XIII. wurde 1582 die ansonsten bewährte julianische Schalttagsregelung wie folgt modifiziert (Metemptose im Gregorianischen Kalender):
Alle Jahre, die durch 4 ohne Rest teilbar sind, sind Schaltjahre.
Alle Jahre, die durch 100 ohne Rest teilbar sind, sind keine Schaltjahre.
Alle Jahre, die durch 400 ohne Rest teilbar sind, sind wiederum Schaltjahre.
So sind zum Beispiel die Säkularjahre (Jahrhunderte) 1800, 1900 und 2100 keine Schaltjahre, die Säkularjahre 2000, 2400 und 2800 hingegen schon. Damit dauert das Gregorianische Kalenderjahr im Durchschnitt 365,2425 Tage, und stimmt genauer mit der Länge des tropischen Jahres überein als das Julianische Kalenderjahr.
Seit dem Ersten Konzil von Nicäa im Jahr 325, bei dem der Frühlingsanfang auf den 21. März festgelegt wurde, betrug die aufgelaufene Differenz bereits 10 Tage, und so ließ Gregor auf den 4. Oktober gleich den 15. Oktober 1582 folgen, um diese Zeit auszugleichen.
Nicht in allen Ländern erfolgte diese Umstellung am selben Tag. Besondere Schwierigkeiten gab es in Schweden, wo im Jahr 1712 zwei Schalttage eingefügt wurden und somit dieses Jahr einen 30. Februar hatte.

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