Dienstag, 19. Februar 2008

Sehr interessant und ohne ein Blatt vor dem Mund zu nehmen...

Zitat: "Selten ist ein US-Journalist so hart mit der amerikanischen Auto-Industrie ins Gericht gegangen wie Jamie Kitman, New York-Korrespondent des angesehenen Monatsmagazins "Automobile". In seiner Kolumne für die März-Ausgabe des Blatts wirft er den großen Drei aus Detroit, General Motors, Ford und Chrysler, vor, den Kampf um die US-Kunden schon vor 40 Jahren aufgegeben zu haben - von dem Zeitpunkt an nämlich, als bessere (vornehmlich aus Europa stammende) Modelle wie Opel Manta, Ford Cortina und Capri vom Markt genommen und durch schlechtere US-Eigenprodukte ersetzt wurden. Verschärft worden sei die Krise in den neunziger Jahren, als GM, Ford und Chrysler sich nur noch auf das leicht zu verdienende Geld mit einfach konstruierten und damals noch konkurrenzlosen SUV und Pickup-Trucks konzentrierten, während das wettbewerbsintensive Feld der klassischen Personenwagen kampflos den Europäern, Japanern und Koreanern überlassen wurde. Heute brechen diese auch in die letzte Domäne der amerikanischen Marken erfolgreich ein, während die lauthals aber zu spät postulierte Parole von GM & Co. - "back to passenger cars" mehr oder weniger erfolglos verpuffe.Die einzige Firma, die hier laut Kitman ordentlich aufgestellt sei, ist GM. Dank Opel-Produkten, die als Saturn Astra, Aura und Vue sowie als Chevrolet Malibu verkauft werden, gilt die Nummer der USA zur Zeit als einigermaßen konkurrenzfähig gegenüber den Produkten aus Asien und Europa. Jamie Kitman nimmt kein Blatt vor den Mund. Verglichen mit den meisten Importwagen führen sich speziell die Autos von Ford und Chrysler wie Produkte aus der Dritten Welt. Ein europäischer Ford Focus sei seinen US-Pendants um Lichtjahre voraus, und die US-Kunden seien nicht so blöd, um aus einem Dodge Caliber einen Bestseller zu machen. Das kompakte Schrägheck-Modell von Chrysler sei so mies konstruiert und verarbeitet, dass man glauben möchte, jede mittelmäßige chinesische Schuhfabrik könne so etwas heutzutage besser hinbekommen. Das jahrelange Vernachlässigen der Personenwagen habe nach Kitmans Ansicht zu einem Know-how-Verlust der US-Ingenieure geführt, der dramatisch sei. Henry Ford würde wie eine Kurbelwelle im Grab rotieren, wenn er wüsste, dass seine Firma heutzutage nicht mehr in der Lage sei, eigenständig zeitgemäße Getriebe zu entwickeln. Ed Cole, der Vater des legendäre Small-Block-V8 von GM wäre stolz darauf, zu erfahren, dass sein Meisterstück nach 53 Jahren immer noch vom..."

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