Dienstag, 17. Juni 2008

Autobahn

Am Wochenende bin ich als Beifahrer mal wieder auf der Autobahn gefahren. Es ist komisch als jemand der lange nicht mehr gefahren ist wieder in diesem Rhytmus zu sein. Und es gibt Dinge die sich nicht verändert haben.

  • Mittelfahrer: Wir haben in Deutschland das Rechtsfahrtgebot und viele wissen es nicht. Da gibt es die Leute die stur auf der mittleren Spur fahren. Das ist nicht erlaub.
  • 120 km/h Fahrer: Diese Leute fahren immer 120 egal was ist. Und sie sind gefährlich, egal was ist es wird immer 120 gefahren. In der Baustelle, bei dem Einfädeln, bei Eis, bei Regen, im Stau oder wenn die Atombombe gezündet wird. Meistens sind das die Leute die einen alten Ford Escort oder Opel Astra fahren und am Heck klebt ein Aufkleber mit dem letzten Urlaubsort als Ortseingangsschild.
  • Der Anfänge: Meistens fahren sie 8 Jahre alte Opel Corsas und sind total unsicher. Da wird schon mal einfach mit 50 vom Beschleunigungstreifen auf die Autobahn vor dem holländischen 40 Tonner gewechselt.
  • Der Aussendienst,- Unternehmensberater- Fahrer: Der klassische Aussendienst- Fahrer fährt einen VW Passat Kombi TDI. Das endlose Band der Autobahn kennen sie besser als ihre Frau und jede Raststätte zwischen Garmisch und Flensburg; zwischen Aachen und Frankfurt Oder gehört ihm. Immer auf der linken Spur "hä es gibt eine Rechte" und unter 160 geht das Auto kaputt. Die Schatten die bei Glatteis mit 140 an einem vorbei ziehen sind meistens Aussdienstmitarbeiter. Und wenn der Kunde in Freiburg um 8 Uhr einen Termin habern will muss er dann am Abend vorher von Rostock nach Freiburg fahren. Der Unternehmensberater fährt einen 7 er BMW mit der sog. Vollgasautomatik. Immer wenn das System eine Autobahn erkennt wird der Motor auf 100% Power hochregelt. Da werden selbst gestandene Porschefahrer blas wenn der 2,5 Tonnen 7er mit 290 angerauscht kommt, denn der Unternehmensberater hat den 250 er Begrenzer rausgebaut. Da kommt man auch mal in 75 Minuten von Bielefeld nach Düsseldorf. (Grüße von dieser Stelle) Das ist wirklich passiert.

Kommentare:

desdemona hat gesagt…

OMG, ich lache Traenen...
Mein Vater ist beruflich viel unterwegs, fuhr lange BMW und ich kann das mit dem "Schatten bei Glatteis" nur bestaetigen. Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Bremsen?
Mein persoenlicher Alptraum auf der Autobahn wurde vor einigen Jahren wahr, manchmal wache ich noch heute schweissgebadet und wuetend auf. Eine ehemalige(!) Freundin nahm mich mit zu ihren Eltern. Trier->Celle und zurueck. Sie fuhr einen Golf, der hatte Turbo, doch den benutzte sie nicht denn: Sie machte "Windschattenfahren" hinter einem LKW, und ich meine _direkt hinter_ einem LKW, als in 2m Abstand. Und dieser LKW fuhr 90km/h. Von Celle bis Frankfurt. Eigentlich waren es mehrere LKWs, denn sie fuhr konsequent jede Stunde raus. Weil sie so verspannt war vom konzentrierten fahren. Ich nutzte diese Gelegenheiten um die saemtliche Scheiben zu reinigen. Sie benutzte die Scheibenwischanlage naemlich nicht weil es winter war und im Winter bekanntlich das Wischwasser quasi im Strahl gefriert. Auch wenn im Wagen 200°C herrschen und es draussen deutlich ueber 0°C ist. Ich habe mich nicht getraut ihr zu sagen das das was da auf der Scheibe haengt kein Eis sondern Dreck ist. Wahrscheinlich waere sie sonst 50 gefahren... Wir sind in Celle vormittags los und kamen nach 20 Uhr bei mir zu Hause (naehe FFM) an.
Ich besitze keinen Fuehrerschein (hab ihn nie fertig gemacht, lange Geschichte) aber das haette ich auch gerade noch hinbekommen.

Dennis hat gesagt…

@ Desdemona: Dein Humor gefällt mir. Ja, diese Art von Autofahren kenne ich auch. Meistens sind sie ja eher eine Gefahr als alles andere. Würde mich freuen wenn du mal wieder vorbeiguckst. Ich werde dich in meine Blog- Roll aufnehmen.