Dienstag, 17. Juni 2008

Mein derzeitiger Zustand

Ich befinde mich momentan in einer dauerhaft stabilen Phase. Es gibt lediglich partiell depressive Schübe ohne Beeinflussungen auf meinen Lebensrhythmus. Vor ca. 7 Wochen kündige sich zwar eine längere leicht depressive Phase an aber diese konnte ich durch meine Instrumente gut bewältigen. Gerade beim schnellen Wechsel vom schlechten aufs gutes Wetter habe ich große Probleme mit der massiven Steigerung der Helligkeit. Erst 3- 4 Tage nach einem Wetterumschwung kann ich eine deutliche Besserung verspüren.
Das wohl größte Problem stellen die Schlafstörungen dar. Nicht selten wird der Schlafrhythmus um mehr als 4 Stunden verschoben und ich wehre mich dagegen stärkere Schlaftabletten zu nehmen. Obwohl ich eigentlich kein Tablettenverweigere bin. Natürlich könnte ich noch zufriedener sein aber mit dieser Situation bin ich deshalb so zufrieden, da es stabil ist. Womit ich sehr unzufrieden bin ist die Organisation meines Alltages. Es muss in Zukunft noch mehr Organisation her, aber ich bin mittlerweile soweit das ich Pläne umsetzten kann. Mir ist aber durchaus klar das es nicht gut ist wenn man sein Privatleben strikt plant. Aber in einem gewissen Rahmen ist eine Planung wichtig.

Kommentare:

schuschan hat gesagt…

Hi Dennis...find ich gut,ich kenn dich nicht aber es sieht so aus als sei dir bewusst das nur du es in Hand halten kannst auch weisst wann du es abgeben musst...nur so gehts.
Sorry für meine unverblümtheit, ich mag halt das offene Wort wenn es darum geht.

SuMu hat gesagt…

hi dennis
gut das deine stabile phase anhält, vielleicht kannst du diese weiter ausbauen.

Ulf hat gesagt…

Stabil hört sich gut an. Mit geht es zu Zeit ähnlich: Stabil mit Höhen und Tiefen, aber im großen und ganzen ganz gut.

Dennis hat gesagt…

@ Schuschan: Unverblümtheit ist OK. Vielleicht mal einige Worte zu meiner Person. Ich leide seit gut 9Jahren an Depressionen. Von 2005 auf 2006 war ich ca. 4 Monate in der Psychiatrie. Damals wurde ich von meiner Psychotherapeutin in die geschlossene Station eingewiesen. Ich hatte damals schwer suizitäre Gedanken und meine Therapeutin konnte nicht mehr die Verantwortung übernhemen mich im normalen Rhythmus leben zu lassen. Nach 2 Wochen bin ich dann auf die normale offene Abteilung gekommen. Das endgültige Ergebnis war das ich eine Bi- Polar Affektive- Störung habe. Durch den Blog möchte ich manchmal etwas aus der Welt eines Depressiven erzählen. Wenn du mehr wissen möchtest kann ich dir gerne schreiben. Natürlich werde ich dich in meine Blogroll aufnhemen. Danke für den tollen Kommentar.

Dennis hat gesagt…

@ Sumu: Danke, gerade von dir tun diese Worte sehr gut.

Dennis hat gesagt…

@ Ulf: Mich freut es das es dir auch gut geht. Ich glaube nur Menschen denen es richtig schlecht ging wissen wie gut es einem gehen kann wenn man einfach nur einen normalen Tag verleben kann.

Ulf hat gesagt…

Oh ja, das glaube ich auch.

schuschan hat gesagt…

Ich kenne die Krankheit gut würde ich sagen, mir gefällt es sehr gut wie offen du damit umgehst,
ich meine damit auch diese Art von kreativen Prozeß.
Es ist ja sehr wichtig, sich gut zu kennen und in Bewegung zu bleiben und manchmal eben auch etwas auszuhalten bzw. durch zu stehen.

Dennis hat gesagt…

@ Ulf: Wir verstehen uns...

Dennis hat gesagt…

@ Schuschan: Es ist nicht einfach. Irgendwann hat man dann den Dreh raus.