Donnerstag, 12. März 2009

Schlafen

Endlich habe ich ausgeschlafen. Vor zwei Tagen hatte ich mal wieder Schlafprobleme. Lange Zeit bin ich Rumgelaufen und konnte nicht einschlafen. Als ich dann auch noch angefangen habe zu grübeln stand meine Entscheidung fest. Jetzt muss ich schlafen. Also ab zum Medi- Schrank, da steht so viel Zeugs drin das jeder Arzt neidisch werden könnte.
Ich nehme schon seit langer Zeit Mirtazapin und mir war auch bewusst dass es sehr stark ist. Diese Tabletten haben in der Mitte eine Einkerbung damit man sie teilen kann, das wohl zu recht. Also habe ich eine Halbe genommen.
Das war eindeutig zu viel. Ich bin fast 2 Tage nicht richtig wach geworden und in diesem Ausmaß ist mir das noch nie passiert. Auch in der Vergangenheit hatte ich noch nie solche Probleme. Was ist jetzt der Unterschied.
Eine Erklärung gibt es wohl, dass ich am Samstag mit drei Freundinnen etwas trinken gegangen bin und es ging hoch her. Aber kann Alkohol bis zu 2 'Tagen im Körper bleiben, ich dachte man sagt pro 10 Stunden ein Promille?
Aber natürlich werde ich das mit meiner Neurologin besprechen.
Als ich bei der Arbeit war, ist mir das ganze sehr schwer gefallen. Ich lief wie auf Watte und reagierte aggressiv auf Situationen die ich selber gerne herbeiführe. Den Tag hätte ich auch in den Müll schmeißen können. Alleine an diesem Tag habe ich 14 Stunden geschlafen. Das Problem bei dieser Art von Medikamenten ist, dass man nicht wirklich schläft sondern nur in einer Art stärkeren Dämmerzustand ist. Dieser Dämmerzustand macht einen zusätzlich müde. Dies merkt man am nächsten Tag. Die Nachwirkungen sind meistens stärker als die Wirkung die diese Tablette eigentlich haben sollte.

Kommentare:

desdemona hat gesagt…

Mirtazapin ist echt ein Hammer.. Ich hatte die auch mal bekommen, sollte mit einer halben anfangen, habe mal eben 14 Stunden gepennt und wurde einfach nicht mehr richtig wach, info vom Neurologen "Weiter machen, das ist nur die erste Zeit so." Also weiter. Mein Kind war damals 5 und schlief keine 14 Stunden am Tag. nach dem dritten Tag habe ich auf Anweisung auf 1/4 Tablette reduziert und "nur" noch 10 Stunden geschlafen. Mein Vater meinte dann "Vielleicht leckst du einfach mal nur dran" ;-) Ich habe das Mirtazapin dann weggelassen und zwar wieder schlechter geschlafen dafuer war ich aber auch wieder in der Lage auf meinen Sohn aufzupassen und nicht wie ein Zombi im Bett zu liegen.

Dennis hat gesagt…

@ Desdemona: Schön das du mir so ausführlich geschrieben hast. Deine Erfahrungen bestättigen mich. Gerade der hohe Schlafbedarf ist sehr interessant.

desdemona hat gesagt…

Dennis, das war echt schlimm mit dem schlafen damals. Ich weiss nicht wie das ist wenn man auf Arbeit damit leistungsfaehig sein soll, aber mit Kind.. Es war wirklich gefaehrlich. Mein Sohn hat die Zeit in der ich nicht wach wurde kreativ genutzt und im Garten einen Baum gestutzt.. Mit der grossen Saege. Gottseidank ist nichts passiert.
Und die info vom Neurologen war halt auch "Das gibt sich in wenigen Tagen." und es gab sich garnichts.

Dennis hat gesagt…

@ Desdemona: Das ist ja eine grausame Geschichte. Könnte glatt Stoff für einen 70er Jahre Horrorfilm sein. Und dieses Gefühl nichts mehr mitzukriegen ist ganz schrecklich. Ich bin echt froh das deinem Sohn nichts passiert ist.